Arztnotdienst neu geregelt, Rettungsdienst unverändert


(pen) Wer krank ist, geht zum Hausarzt. Aber was macht jemand, der nachts oder am Wochenende einen Arzt benötigt? Dann hilft der Kassenärztliche Notdienst. Ab dem 1. Februar ist dieser neu geregelt und über eine zentrale Rufnummer erreichbar. „Für den Notarzt des Rettungsdienstes ändert sich nichts. Bei medizinischen Notfällen kann weiterhin rund um die Uhr die 112 für schnelle Hilfe gewählt werden“, betont in diesem Zusammenhang Michael Schäfer, Fachbereichsleiter Ordnung und Straßenverkehr des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Wann muss ich den Rettungsdienst oder den Notarzt anrufen, und wann reicht der ärztliche Notfalldienst, wann ist also welche Nummer zu wählen? Dr. Peter Stahlberg, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Kreises, bringt es auf den Punkt: „Immer dann, wenn man normalerweise zum Hausarzt gehen würde, also bei einer fiebrigen Erkältung, Durchfall, Erbrechen und ähnlichen Beschwerden, ist außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten der ärztliche Notfalldienst zu rufen. Bei lebensbedrohlich erscheinenden Krankheitszuständen, wie bei einem schweren Unfall, bei plötzlich starken Brustschmerzen mit Verdacht auf Herzinfarkt, akuter Atemnot, einem Beinbruch, stark blutenden Verletzungen, Krämpfen, bewusstlosen oder nicht ansprechbaren Personen sollte man sich hingegen immer für die 112 entscheiden und den Rettungsdienst alarmieren.“

Der ärztliche Notfalldienst ist der Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte. Diese sind dazu verpflichtet, auch außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen die Versorgung der Patienten sicherzustellen. Über eine neue, landesweit einheitliche Rufnummer erhält der Patient Auskunft über die nächstgelegenen Notfalldienstpraxen und über Möglichkeiten eines Hausbesuches. Die Telefonnummer der Arztrufzentrale des Notfalldienstes lautet 01805/0 44 100 (0,14 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Minute). Landesweit hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe 67 Notfalldienstpraxen installiert, sie sind in den meisten Fällen direkt an ein Krankenhaus angebunden. Notfalldienstpraxen im Ennepe-Ruhr-Kreis wurden am evangelischen Krankenhaus in Hattingen, im Helios-Klinikum in Schwelm und im Marien-Hospital in Witten eingerichtet. Hinweise zu Öffnungszeiten, Erreichbarkeit und weiteren Notfalldienstpraxen in der Nachbarschaft des Ennepe-Ruhr-Kreises gibt es für Patienten unter der Telefonnummer 01805/0 44 100 sowie im Internet unter http://www.kwvl.de. Wer aus medizinischen Gründen nicht selbst in die Notfalldienstpraxis kommen kann, wird von einem Arzt zu Hause untersucht.

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