Schneebilanz der Stadt: Mehr Infos und mehr Salz


Hattingen/Ruhr. Der Winterdienst der Stadt war das Thema einer Runde im Hattinger Rathaus in der vorigen Woche. Auch wenn man im Großen und Ganzen zufrieden war mit der Leistung, sah man doch an einigen Stellen Verbesserungsbedarf.

„Der erste große Wintereinbruch hatte die Stadt ‚kalt‘ erwischt. Zwischen den Feiertagen machte wegen der städtischen Betriebsferien nur eine Notbesetzung Dienst,“ erklärt Bürgermeisterin Dagmar Goch. „Dennoch, unsere Leute haben das gut gemacht. Es war eine große Herausforderung und kein normaler Wintereinbruch. Anderorts kam der gesamte Verkehr zum Erliegen, da können wir uns noch gut sehen lassen.“

Verbesserungsbedarf sieht man vor allem in der Kommunikation. „Wenn nochmal ein solch ergiebiger Schneefall abzusehen ist, werden wir eine Hotline bei der Stadt einrichten und Fragen und Anregungen entgegennehmen,“ so Erster Beigeordneter Dr. Frank Burbulla. Zudem werde die Stadt in einem Faltblatt die wichtigsten Regeln erläutern und Hinweise zum richtigen Verhalten geben. So erscheint es wenig sinnvoll, wenn der Schnee von den Bürgersteigen auf der Straße landet und von dort dann mit dem Schneepflug auf den Parkstreifen geschoben wird. Der Schnee von Gehsteigen gehöre, so die Stadt, in die Vorgärten oder ans Haus, wenn es keine Vorgärten gibt. Diese und ähnliche Verhaltensregeln sowie Infos zur Müllabfuhr, wenn diese wegen des Wetters nicht turnusmäßig erfolgen kann, sollen kurz und einprägsam zusammengefasst werden. Das Infoblatt soll der Abfallfibel beigelegt werden, aber bei Bedarf auch verteilt und öffentlich ausgelegt werden.

Aber auch verschiedene Punkte in der Räumpraxis sollen sich ändern:

* Priorität hat der öffentliche Nahverkehr! Die Kommunikation mit den Verkehrsbetrieben muss dringend verbessert werden. So wusste die Stadt tagelang nichts von Problemen im Busverkehr, die sogar zur Stilllegung von ganzen Linien führten.

* Parkplätze in der Innenstadt rücken in der Rangliste der zu räumenden Flächen nach oben! Parkstreifen an den Straßen waren wegen der Schneemassen stellenweise nicht mehr zu benutzen und die Parkplätze entwickelten sich schnell durch Eis auf der zusammengepressten Schneedecke zu Schlinderbahnen. Hier soll möglichst frühzeitig und komplett geräumt werden.

* Schon bald wird die Stadt über ein eigenes Salzlager verfügen. Zur Zeit teilt man sich mit Straßen-NRW eine Halle an der Isenbergstraße mit einem Volumen von 450 Tonnen. Angestrebt wird eine eigene Halle, möglicherweise im Henrichs Gewerbepark, mit einem Fassungsvermögen von 1 200 Tonnen.

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Kategorien: Aus der Stadtverwaltung | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Schneebilanz der Stadt: Mehr Infos und mehr Salz

  1. stadtbeobachter

    So wusste die Stadt tagelang nichts von Problemen im Busverkehr, die sogar zur Stilllegung von ganzen Linien führten.
    Schon mal was vom Internet gehört?

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