IHK: Gute Konjunkturlage im mittleren Ruhrgebiet


(red) Die Wirtschaft im mittleren Ruhrgebiet hat die gute Stimmung mit in das Jahr 2011 genommen. Ob Industrie, Handel oder Dienstleistungen – nahezu jedes zweite Unternehmen berichtet derzeit über eine ausgesprochen positive Geschäftslage. Dies stellt die IHK Mittleres Ruhrgebiet aufgrund einer Umfrage bei rund 250 Unternehmen aus Bochum, Herne, Witten und Hattingen fest.

Im Handel und bei den Dienstleistern haben die Umsätze zugenommen, in der Industrie ist der Auftragsbestand weiter gestiegen. Die Aussichten für eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Belebung sind günstig. Auch wenn das Tempo etwas abnimmt, der Aufwärtstrend ist ungebrochen. Vor allem der private Konsum und die Auslandsnachfrage entwickeln sich mit Schwung. Nach Einschätzung der Unternehmen wird sich die steigende Tendenz der Exportorders im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. So erwartet fast jedes zweite exportorientierte Industrieunternehmen für 2011 eine höhere Auslandsnachfrage; ein ähnlich großer Anteil rechnet mit einem gleichbleibenden Geschäftsumfang.

Innerhalb der Industrie befinden sich vor allem die stark auf den Export ausgerichteten Investitionsgüterhersteller auf Wachstumskurs. Insbesondere in den Bereichen Metall, Maschinenbau und Elektrotechnik sind die Auftragsbücher oftmals gut gefüllt. Der Groß- und der Einzelhandel sowie die meisten Dienstleistungssparten sind mit ihrem Geschäftsverlauf zufrieden. Dies gilt in besonderer Weise für die Kreditinstitute. Unternehmensbezogene Dienstleister wie Werbeagenturen, Wirtschaftsberater und IT-Unternehmen sind ebenfalls vergleichsweise gut beschäftigt. Unternehmen aus dem Bereich Verkehr und Logistik sind besser in Fahrt gekommen und gewinnen langsam Anschluss an die allgemeine Entwicklung.

Insgesamt ist die Konjunkturentwicklung robust, aber noch nicht gefestigt. Die Unternehmen blicken zwar recht optimistisch in die nähere Zukunft, verweisen aber gleichzeitig auf Risiken. Gefährdungen für die Geschäftsentwicklung werden nicht zuletzt bei der Inlandsnachfrage und den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gesehen. Anlass zur Sorge geben vor allem die Energie- und Rohstoffpreise. In der Industrie stellen bereits zwei von drei Unternehmen diesen besonderen Risikofaktor heraus. Zudem trübt – wie im Handel und im Dienstleistungssektor – der drohende Fachkräftemangel die Aussichten. Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Engpässe bleibt abzuwarten, ob sich die vorgesehenen Personalaufstockungen realisieren lassen.

Das insgesamt gute Konjunkturklima spiegelt sich nicht nur in den Beschäftigtenplanungen, sondern auch in den Investitionsabsichten wider. Insgesamt dominieren Ersatzbeschaffungsmaßnahmen, aber auch Rationalisierungsinvestitionen, Produktinnovationen und Kapazitätserweiterungen haben einen beachtlichen Stellenwert.

Wie im Inland wollen die Unternehmen auch im Ausland ihr investives Engagement tendenziell erhöhen. Weit überwiegend dienen die Investitionen der Verbesserung des Vertriebs und des Kundendienstes. Überragende Bedeutung hat dabei die Nähe zum Kunden. In einigen Fällen sind auch die enge räumliche Anbindung an Lieferanten und Handelshemmnisse beim Export in das Zielland maßgebliche Gründe für Auslandsinvestitionen.

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Kategorien: Aus unserer Region, ENneu - Von Ennepe und Ruhr, Unternehmen & Verkehr | Hinterlasse einen Kommentar

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