Stadtarchiv könnte Ende diesen Jahres umziehen/ Umbau der Rauendahlschule kostet 120.000 Euro


Von Schimmel befallene Akten im Welperaner Gemeindeamt. H1-Bild: Stadt

(LRF) Für rund 120.000 Euro könnte die Verwaltung für das Hattinger Stadtarchiv eine dauerhafte neue Bleibe in der freiwerdenden städtischen Grundschule im Rauendahl schaffen. Geben die politischen Gremien rechtzeitig grünes Licht, könnte der Umzug des historischen Archivs sowie der nicht von Schimmel befallenen Bestände des Zwischenarchivs aus der Verwaltungsnebenstelle in Welper Ende 2012 abgeschlossen sein.

Als Fläche für das neue Stadtarchiv (Magazin, historisches Archiv, Büros, Nebenräume und Verkehrsflächen) stünden in der 1976 als zweizügige Grundschule zwischen der Rauendahlstraße und der Sportplatzanlage an der Munscheidstraße errichteten Grundschule 956 Quadratmeter zur Verfügung. Aktuell verfügt das Verwaltungsgebäude in Welper über rund 800 qm Archivfläche, wobei auch in Fluren und Gängen Archivgut untergebracht ist und schon seit Jahren keine neuen Akten mehr angenommen werden können. Die Stadt: „Mit dem Umzug des Stadtarchivs in die Schule Rauendahl würden danach ausreichend Reserve- Flächen zur Verfügung stehen.“ Zudem könnten auch andere Dienste der Stadt wie z.B. die Volhsochschule die Grundschulräume nutzen.

Der zwischenzeitlich diskutierte Archivstandort im Satkom- Bunker auf dem ehemaligen Hüttengelände musste nach eine Besichtigung des LWL-Archivamtes für Westfalen verworfen werden. Zwar seien die Räume grundsätzlich geeignet, allerdings lagen die gemessenen Klimawerte in Form von relativer Luftfeuchtigkeit von 75,1 % und Temperatur von 12,3º C weit über den zulässigen Maximalwerten von 60 % relativer Luftfeuchtigkeit bei gleichmäßiger Raumtemperatur von 14 bis 18 Grad. Fazit: ohne eine dauerhafte und kostenintensive Beheizung und Belüftung der Bunkerräume wären die nötigen Klimawerte nicht zu erreichen.

Wermutstropfen: Wie lange es dauert, auch die Schimmel- Akten aus Welper im Rauendahl wieder zugänglich zu machen, ist nicht bekannt. Die Stadt: „Der Zeitrahmen des Großprojekts “Dekontamination“ – es handelt sich aktuell um ca. 1,6 Regalkilometer Schriftgut, das von Schimmelpilzen befreit werden muss – ist abhängig von der Anzahl der für die Reinigungsarbeiten eingesetzten Mitarbeiter.“

Advertisements
Kategorien: Hattinger Geschichte(n), Kommunalpolitik | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: