Neue Strukturen für Kultur und Weiterbildung: Hattingens Verwaltung feilt weiter am Konzept


H1-Bild: Archiv LRF/HAT

(LRF) Hinter verschlossenen Türen beriet am heutigen Montag, 14. Februar 2011, der Verwaltungsvorstand der Stadt Hattingen erneut den Stand des Neustrukturierungs- Konzeptes für den Fachbereich 42, Weiterbildung und Kultur. Stadtsprecher Thomas Griesohn- Pflieger bestätigte auf Anfrage dieses Blogs, dass man noch an Details feile. Doch ob das Papier noch den hochfliegenden Ideen des vergangenen Jahres Rechnung trägt, mag derzeit niemand sagen.

Bis zum 10. März 2011 will die Stadt für die Mitglieder des Kulturausschusses die noch möglich erscheinenden Maßnahmen konkretisieren, wie der Fachbereich künftig neu aufgestellt werden könne. Bereits im Juni 2010 hatte die Bürgermeisterin dem Ausschuss erste Anregungen vorgestellt, mit neuen Raum- und Personal- Strukturen bis zum Jahr 2013 rund 200.000 Euro im Jahr einzusparen. Wir hatten darüber -> hier berichtet. Doch auf HATTINGEN EINS- Nachfrage wollte die Verwaltung heute noch nicht durchblicken lassen, wie nah ihr Konzept diesem Ziel kommt.

Sicher scheint dem Vernehmen nach nur, dass ohne Umbauten und somit aus Kostengründen im Alten Rathaus keine vier Arbeitsplätze für das Stadtmarketing eingerichtet werden könne. Somit bliebe das Team um Stadtwerber Georg Hartmann vorerst weiterhin Mieter der Immobilie am Haldenplatz 3. Und während die VHS mit neuen Unterrichtsräumen neben dem Stadtarchiv im Rauendahl liebäugelt, wird der Umzug von Mitarbeitern des Kulturbüros ins Blankensteiner Stadtmuseum immer wahrscheinlicher.

Parallel zu den Überlegungen, ob der Förderverein des Museums stärker in die personelle Betreuung des Museums eingebunden werden könne, soll die Stadtspitze aktuell im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit auch eine Kooperation mit dem Märkischen Museum in Witten prüfen. Griesohn- Pflieger: „Solche Zusammenarbeiten sind für uns nicht neu, das klappt in anderen Bereichen ja auch schon.“

Gesetzt sei jedoch, dass der Bereich Weiterbildung und Kultur in wenigen Wochen personell schrumpfen werde, wenn der stellvertretende Fachbereichsleiter und bisherige VHS- Leiter Ulrich Möller in einen anderen Bereich der Verwaltung wechselt.

Advertisements
Kategorien: Kommunalpolitik | 4 Kommentare

Beitragsnavigation

4 Gedanken zu „Neue Strukturen für Kultur und Weiterbildung: Hattingens Verwaltung feilt weiter am Konzept

  1. Lars Friedrich

    Donnerstag, 24. Februar 2011.
    Ich bin gespannt, was dieser Tag uns bringt: tatsächlich die Veröffentlichung der Verwaltungsvorlage für den Kulturausschuss im März zum Umbau des Fachbereiches 42/Kultur und Weiterbildung?
    Lesen wir heute schwarz auf weiß, dass alles so bleibt wie es ist? Oder erfahren wir, dass das Kulturbüro künftig den Pförtnerposten im Stadtmuseum übernimmt, dass die Aphoristiker einen Lagerraum der Bibliothek im Reschop Carree nutzen müssen und dass die VHS-Leitung künftig aus dem Stadtmuseum erfolgt?

    Wie viele Nebelkerzen wid die Verwaltung zünden um zu verschleiern, dass so ein groß angekündigter Umbau der bewährten Strukturen gar nicht machbar ist? Wer wird das Bauernopfer sein, das die Verwaltung auf den Spar-Altar des Kämmerers legt? Vielleicht bleibt es wirklich so, wie es ist: das Kulturbüro in der City, das Stadtmuseum in den Händen der Profis und das Stadtmarketing beim Bügeleisenhaus zentral in der Altstadt.

    Ich finde, schlimm wäre das nicht und niemand verliert ein Gesicht wenn er sagt: es ging nicht besser, also lassen wir es gut. Schließlich können wir nicht in allen Handzetteln und Broschüren Museum und Kulturarbeit lobend präsentieren und dann keinen Handschlag mehr für die Erhaltung des Status quo machen.

    Wie gesagt: mal sehen, was der Donnerstag so bringt…

    • gucksdu

      Das „Bauernopfer“ werden die unteren Angestellten sein. Bei dem größten Teil der Mitarbeiter handelt es sich ja um hochdotierte Beamte. Bei denen wird die Stadt nichts unternehmen, denn die kosten ja der Stadt dauerhaft viel Geld und das ist so gewollt.

  2. Echt Ätzend

    Ich liebe Verschwörungstheorien: Die Bürgermeisterin lässt die Kultur vor die Wand fahren um ihre Beigeordnete wieder los zu werden…

  3. stadtbeobachter

    Was sagt denn da am Dienstag der Jour fixe „Interkultur“ der Staatskanzlei NRW dazu, wenn er als „interne Weiterbildung“ getarnt in Hattingen stattfindet???

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: