Girls´ Day 2011: Großer Aufruf an die Betriebe zur Teilnahme/ Erstmals in diesem Jahr auch Boys´ Day


Rufen alle Betriebe zum Mitmachen beim Girls´ Day auf (v. li.): Thomas Helm, Dr. Michael Plohmann, Regine Bleckmann, Werner Sülberg und Michael Hermund. H1-Bild: AfA

(red) Das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen, der Girls’ Day, findet in diesem Jahr am 14. April statt. Die Agentur für Arbeit Hagen, der Märkische Arbeitgeberverband e.V., die Kreishandwerkerschaft Hagen und der DGB werben gemeinsam für diesen Mädchen-Zukunftstag, der bundesweit seit mehr als zehn Jahren veranstaltet wird und immer größer geworden ist.

Auch der Verwaltungsausschuss der Arbeitsagentur unterstützt dies. Gemeinsames Ziel ist, Mädchen und junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern, denn gerade hier steigt der Fachkräftebedarf enorm. Betriebe und Institutionen sollen ihre Türen für interessierte Mädchen öffnen.

Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung, hebt die besondere Verantwortung der Agentur für Arbeit Hagen bei der beruflichen Orientierung junger Menschen hervor: „Unsere Berufsberatung berät die Mädchen und jungen Frauen – bei entsprechendem Interesse – aktiv bei der Wahl eines technischen oder techniknahen Berufes. Gerade hier steigt die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften kontinuierlich an. Und wir stellen fest, dass auch die Arbeitgeber sich dem Thema Frauen-beschäftigung immer mehr öffnen“.

„Der demografische Wandel verstärkt den Druck auf die Arbeitswelt. Einerseits haben die Jugendlichen oft noch tradierte Berufswünsche, was es ihnen schwer macht, den Traumjob zu finden. Andererseits fehlt in vielen technisch orientierten Wirtschaftszweigen und im Handwerk qualifiziertes Personal. Der Girls’ Day ermöglicht den Betrieben, sich frühzeitig Personalressourcen für die Zukunft zu erschließen“, appellieren Thomas Helm, Werner Sülberg, Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverban

des e.V. und Dr. Michael Plohmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hagen und rufen Betriebe, Unternehmen und Institutionen dazu auf, den Girls’ Day für sich zu nutzen, sich zu beteiligen und zu präsentieren. „Das Handwerk unterstützt den Girls` Day bereits von Beginn an“, so Dr. Plohmann. Beim Girls’ Day gilt es, Hemmschwellen abzubauen und das Selbstvertrauen der jungen Frauen zu stärken. Es geht darum, Neugier zu wecken und falsche Vorstellungen frühzeitig zu korrigieren.

„Ein Unternehmen, das seine Fachkräfte selbst ausbildet, benötigt drei bis vier Jahre, bis diese einen großen Teil der betrieblichen Anforderungen erfüllen. Bis sie ein Rückgrat betrieblicher Wertschöpfung sind, vergehen weitere Jahre. Und genau das macht die Suche nach Fachkräften auch so schwer, schließlich müssen sie zu dem betrieblichen Bedarf passen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung müssen alle Potenziale ausgeschöpft werden. Dabei ist es wichtig, Mädchen stärker für technische und techniknahe Berufe zu begeistern“, stellt Sülberg fest.

„Wir sind eine starke Region im produzierenden Gewerbe. Zeigen wir den jungen Frauen, dass wir sie in der Zukunft auch im gewerblich-technischen Bereich brauchen“, so Michael Hermund, Vorsitzender des DGB Region Ruhr Mark. „Mädchen und Jungen erlernen nicht nur unterschiedliche Berufe, auch die Bedingungen, die mit diesen Berufen verbunden sind, unterscheiden sich deutlich. Wo ein junger Mensch aber seine Ausbildung beginnt, hängt letztendlich oft auch vom Angebot, von der schulischen Vorbildung und immer noch von Vorurteilen ab“, so Regine Bleckmann, Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Hagen.

Die Girls‘ Day-Aktionen können von den Unternehmen selbst ganz einfach online unter http://www.girls-day.de eingetragen werden, so dass interessierte und hochmotivierte
Schülerinnen den Standort und weitere Informationen im Internet abrufen können. Erstmalig gibt es in diesem Jahr zeitgleich auch einen Boys‘ Day. Jungen lernen an diesem Tag Dienstleistungsberufe im Bereich Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege kennen sowie andere Berufsfelder, in denen bislang wenige Männer arbeiten. Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.boys-day.de.

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