Humme (SPD): Gleicher Lohn für gleiche Arbeit


(red) „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ sei auch nach dem Hartz-IV-Kompromiss das Ziel der SPD, versichert die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Christel Humme: „Leiharbeiter müssen die gleichen tariflichen Bedingungen haben wie die Stammbelegschaft.“

Die Kritik des Essener IG Metall- Vizechefs Wetzel, die SPD mache „Politik gegen die Beschäftigten“, verkenne völlig die Realitäten, sagt Humme: „Die Mehrheit im Bundestag ist schwarz-gelb, und es sind ausschließlich CDU und insbesondere FDP, die auskömmliche Mindestlöhne und Lohngleichheit blockieren.“ Ohne die SPD hätte es nicht einmal den jetzt beschlossenen „Mini- Mindestlohn“ gegeben.

Christel Humme begrüßt ausdrücklich die Aktionen der Gewerkschaften für eine Gleichbehandlung von Leiharbeitern: „Leiharbeit ist vernünftig, um Produktionsspitzen auszugleichen, aber es ist unverantwortlicher Missbrauch, wenn Unternehmen Leiharbeiter nur zum Lohndumping und damit zur Profit-Maximierung einsetzen.“ Wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Missbrauchs in der Leiharbeit suche man vergeblich in dem schwarz-gelben Gesetzentwurf, der am Donnerstag im Bundestag beraten wurde. Der Antrag der SPD-Fraktion zur Leiharbeit, der diese Woche ebenfalls im Bundestag debattiert wird, unterstütze ihre Fraktion die Arbeitnehmern und die protestierenden Gewerkschaftern gegen Lohndumping und den Austausch von Stammbelegschaften durch geringer entlohnte und schlechter abgesicherte Beschäftigung, macht Humme deutlich: „Wir wollen sichere und fair bezahlte Arbeit, Mindestlohn und gleichen Lohn für gleiche Arbeit.“

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Kategorien: ENneu - Von Ennepe und Ruhr, Kommunalpolitik | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Humme (SPD): Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

  1. wolfgang1951

    Gleichen Lohn für gleiche Arbeit durchzusetzen, ist besonders wichtig, wenn man auf das Kalenderblatt des 1.Mai 2011 schaut. Von diesem Tag an gilt die volle europäische Freizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Dann werden Menschen nach Deutschland drängen, die bereit sind, für Löhne ab 2 Euro zu arbeiten. Unser eigenes Problem ist, dass unser Arbeitsmarkt auf diese Freizügigkeit nicht vorbereitet ist. Dies liegt vor allem daran, daß in den EU-Verträgen seit mehr als 20 Jahren auf eine europäische Sozialcharta verzichtet hat. Aber während sich fast alle europäischen Staaten über Mindestlöhne und weitere Schutzgesetze abgesichert haben, hat sich das reiche Deutschland in der Tat zu einem Niedrichlohnland entwickelt. Jetzt ist es schon fast zu spät. Trotzdem blockiert vor allem die FDP, aber auch ein starker Flügel in der CDU selbst Initiativen der Arbeitgeberverbände.
    Darum sollten möglichst viele Bürger die Kampagnen der Gewerkschaften gegen prekäre Arbeitsverhältnisse unterstützen.
    Denn: GERECHTIGKEIT GEHT ANDERS.

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