Podiumsdiskussion zum Fracking im EN-Kreis


(red) Erdgas aus Schiefergestein ruft bei Energiekonzernen eine Goldgräberstimmung hervor und krempelt derzeit den Energiemarkt in den USA um. Nach ersten Versuchen in Niedersachsen soll nun auch das Ruhrgebiet nach unkonventionellem Erdgas erkundet werden. Dabei werden bei der Förderung des auch als Schiefergas bekannten Stoffes die gashaltigen Gesteinsschichten mit Hilfe großer Mengen von Wasser, Sand und (hochgiftiger) Chemikalien aufgebrochen und ausgespült – das Hydraulic Fracking.

Die Öffentlichkeit bekommt davon recht wenig mit, gibt doch das Bergrecht den Konzernen weitgehend freie Hand und verlangt nur wenig Abstimmung und Information. Doch was bedeutet der Abbau des unkonventionellen Erdgas für Mensch und Umwelt? Welche Risiken birgt das Fracking? Wie sieht der rechtliche Rahmen für solche Bohrungen aus? Können die dem Wasser zugefügten Chemikalien unser Trinkwasser verschmutzen? Wie sieht es mit Beteiligung der Öffentlichkeit aus? Und wie können die Menschen im Ruhrgebiet geschützt werden?

Diesen Fragen und den Hintergründen des Fracking wird auf der Veranstaltung „Goldgräberstimmung im Ruhrgebiet? – Fracking oder wie Erdgas aus dem Boden gespült wird“ am 2. März um 19:30 Uhr in Haus Witten nachgegangen. Für die Diskussion konnten der Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Udo Paschedag, der bei Gelsenwasser für das Umweltmanagement zuständige Ulrich Peterwitz, der auch Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr ist, sowie der Sprecher des Grünen Bezirksverband Ruhr, Börje Wichert, und Paul Lang, Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion im Ennepe-Ruhr-Kreis gewonnen werden. Die Wintershall Holding GmbH, die entlang der Ruhr die Lizenz für die Aufsuchung von Erdgas besitzt, hat sich trotz mehrfacher Aufforderung bisher nicht bereit erklärt, einen Vertreter für die Podiumsdiskussion zu benennen. Der Eintritt ist frei.

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Kategorien: ENneu - Von Ennepe und Ruhr, Kommunalpolitik, Witten | Hinterlasse einen Kommentar

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