Außergewöhnliche Kinder suchen Familien


(lwl). Lea (7 Jahre) lebt in ihrer neuen Familie mit zwei weiteren „Geschwistern“ zusammen. Sie isst, spielt und lernt mit ihnen. Mittlerweile hat sie nachts auch keine Albträume mehr. Lea ist eines von rund 10.000 Kindern in Nordrhein-Westfalen, die in einer Pflegefamilie leben.

Gründe dafür gibt es viele. Kinder, die Gewalt und Missbrauch erleben oder stark vernachlässigt werden, müssen häufig, bisweilen auch kurzfristig, aus den Familien herausgenommen werden. In manchen Fällen können die Kinder nicht wieder in ihre Ursprungsfamilie zurückkehren. Ob nur für kurze Zeit oder auf Dauer – das Heilpädagogische Kinderheim Hamm des Landschaftsverbandes Westfalen- Lippe (LWL) sucht als ein Anbieter von Pflegefamilien Familien für diese Kinder. Gemeinsam mit dem Sozialpädagogischen Zentrum (SPZ) in Herne informiert der LWL Interessierte am 15. März über unterschiedliche Formen der Pflegefamilie.

„Ein ‚fremdes‘ Kind aufzunehmen ist für die gesamte ’neue‘ Familie eine Herausforderung. Die Kinder brauchen einen verlässlichen, familiären Lebensort. Bewerberfamilien sollten sich in einer stabilen Lebenssituation befinden, belastbar und in der Lage sein, sich auf die Bedürfnisse des Kindes einzustellen“, sagt Sandra Lahme vom LWL- Heilpädagogischen Kinderheim. „Die Familienform ist nicht ausschlaggebend. Auch müssen Bewerber nicht unbedingt eine pädagogische Berufsausbildung haben. Aber lebenserfahren sollten sie sein und sich wenigstens im Ansatz mit der Erziehung von Kindern beschäftigt haben. Besonders wichtig ist es für die Kinder, dass die Menschen, mit denen sie leben, Zeit und Raum und vor allem Freude am Zusammenleben mit ihnen haben.“

Vor der Aufnahme eines Kindes werden die Familien eingehend auf ihre neue Rolle vorbereitet. Sobald das Kind in der Familie lebt, unterstützten Fachberater bei der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, den Kontakten zur Herkunftsfamilie sowie in regelmäßigen Beratungsgesprächen, bei Konflikten und in Krisensituationen.

Darüber informieren der LWL und das Sozialpädagogische Zentrum bei einem Informationsabend am Dienstag, 15. März, um 18 Uhr in den Räumen des Sozialpädagogischen Zentrums in Herne. Einen weiteren Informationsabend gibt es am 17. Mai. Interessierte können sich telefonisch oder per e-mail anmelden unter: SPZ Herne, Vinckestr. 15, 44623 Herne, Tel.: 02323-14779-0, e-mail: sandra.lahme@lwl.org

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