„Bunte Salon“ öffnet seine Türen in Gevelsberg


(pen) Junge Frauen, die heute ihre Karrieren im Berufsleben starten, sind hoch motiviert und besser ausgebildet denn je. Doch der Lohn, den sie für ihre Arbeit erwarten können, liegt im Schnitt nach wie vor ein Viertel unter dem ihrer männlichen Kollegen.

Was die gerechte Entlohnung von Frauen angeht, gehört Deutschland damit europaweit zu den Schlusslichtern. Oder, statistischer ausgedrückt: Um auf das durchschnittliche Jahresgehalt der Männer in 2010 zu kommen, hätten Frauen in Deutschland bis zum 25. März 2011 arbeiten müssen. Vor diesem Hintergrund findet an diesem Datum der vierte bundesweite Tag der Entgeltgleichheit, der Equal Pay Day statt.

Als Beitrag zu den zahlreichen Aktionen und Maßnahmen, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dann zum Handeln auffordern sollen, sehen die Betreiberinnen des „Bunten Salons“ ihre Veranstaltung „Fair P(l)ay! Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Wie kann’s gehen?“. Schauplatz ist am Donnerstag, 24. März, von 19.30 bis 21 Uhr das Café Dialog in der Volkshochschule Gevelsberg, Mittelstr. 86-88. Der Eintritt ist frei.

„Dass es 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag immer noch nötig ist, um gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu streiten, ist beschämend“, bringt es Christel Hofschröer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gevelsberg für ihre Mitstreiterinnen auf den Punkt. Gemeinsam mit Gästen wollen die Salonbetreiberinnen Strategien beraten, damit Frauen im 21. Jahrhundert in Sachen Gleichstellung endlich ein Stück weiter kommen. Dafür wird nach Antworten auf folgende Fragen gesucht: Was sind die Ursachen des eklatanten Lohnunterschiedes und welche Handlungswege gibt es, um die Lohnlücke wirkungsvoll zu reduzieren? Was können die Frauen selber tun und wo sind Politik und Unternehmen, Tarifparteien und der Gesetzgeber gefordert?

„Was wir beispielsweise brauchen, ist Transparenz auf der betrieblichen Ebene, wie es um die Entgeltgleichheit bestellt ist“, meint Dr. Andrea Jochmann-Döll, die als Referentin in Gevelsberg erwartet wird. Die Wissenschaftlerin ist Betriebswirtin und ausgewiesene Expertin in Sachen Entgeltgleichheit. Sie hat unlängst zum Thema „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ promoviert und entwickelte im letzten Jahr ein Instrumentarium, das Unternehmen bei einer diskriminierungsfreien Bewertung und Bezahlung ihrer Belegschaft unterstützen soll.

Ziel des „Bunten Salons“ ist es, die Debatte, wie Frauen leben und was sie vom Leben wollen, zu beflügeln. Seit Oktober 2010 werden Themen und Anliegen aufgegriffen, die Frauen in der Region bewegen. Auf dem Programm standen Angebote aus den Bereichen Arbeit, Kreativwirtschaft, Mediennutzung, Selbstbestimmung und Lohngleichheit. Salonbetreiberinnen sind die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Ennepetal, Gevelsberg und des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie die Volkshochschule Ennepe-Ruhr-Süd.

Ansprechpartnerinnen für weitere Informationen und Salonideen sind die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Gevelsberg und Ennepetal, Christel Hofschröer (02332/771 124) und Kornelia Gabriel (02333/979 207) sowie Rita Miegel, Projektmanagerin der VHS Ennepe-Ruhr-Süd (02332/9186 112).

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Kategorien: ENneu - Von Ennepe und Ruhr, Gevelsberg | Hinterlasse einen Kommentar

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