Erste Bildungskonferenz mit sehr guter Resonanz


Mehr als 200 Teilnehmer folgten der Einladung zur ersten Bildungskonferenz. H1-Foto: Jürgen Theobald

(pen) Über 200 Akteure aus dem Themenfeld Übergang Schule-Beruf kamen zur 1. Bildungskonferenz im Ennepe- Ruhr- Kreis in die Gesamtschule nach Hattingen. Organisatoren und Gäste waren sich über die Ausgangslage einig: Ein gut ausgebautes, qualitativ hochwertiges und vernetztes Bildungsangebot wird mehr und mehr darüber entscheiden, wie zukunftsfähig eine Region ist.

„Deshalb wollen wir im Ennepe- Ruhr- Kreis die Arbeit im Bildungsbereich von der Kidnertagesstätte bis zum Lernen im Alter koordinieren. Diese Aufgabe hat das Bildungsnetz übernommen. Dem Übergang von der Schule in den Beruf kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu“, machte Landrat Dr. Arnim Brux zum Auftakt deutlich.

Folgerichtig stand die 1. Bildungskonferenz unter dem Titel „Erfolgreich von der Schule in den Beruf“. Nachdem Prof. Rainer Bovermann als Vorsitzender des Lenkungskreises des Bildungsnetzes dessen Ziele und Perspektiven erläutert hatte, wurden in Vorträgen, Diskussionen und Fachforen Ideen und Ansätze für ein effektives Bildungsnetz und Beispiele aus anderen Regionen vorgestellt. Als Experten kamen dabei unter anderen Ludwig Hecke, Staatssekretär im NRW Ministerium für Schule und Weiterbildung, und Prof. Dr. Rudolf Schröder, Universität Oldenburg, zu Wort.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen, die Frage nach der Chancengleichheit zwischen Deutschen und Migranten sowie die Rolle der Eltern bei der Berufsorientierung und der Stellenwert dieses Themas auf dem Stundenplan.

Auf der Bildungskonferenz fiel zudem der offizielle Startschuss für das Projekt „Regionales Übergangsmanagement“. Dies hat der Ennepe-Ruhr-Kreis gemeinsam mit der Stadt Hagen und der agentur mark und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der EU auf den Weg gebracht. „Zwar gibt es bereits zahlreiche gute Angebote und Förderprogramme, die den Schülerinnen und Schülern den Übergang erleichtern sollen. Unbesetzte Ausbildungsstellen, orientierungslose Jugendliche und ratlose Eltern zeigen aber, dass der Übergang noch längst nicht in allen Fällen zufrieden stellend organisiert werden kann“, nannte Brux die Motive für das Projekt. Eine Ursache für die beschriebenen Mängel sieht er in der häufigen Unübersichtlichkeit des Angebots, die es schwer mache, passgenaue Angebote für den einzelnen Jugendlichen zu finden. Andererseits suchten die Betriebe in der Region händeringend nach geeigneten Auszubildenden, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern.

Durch Bestandsaufnahmen der Angebots- und Akteurslandschaft, aber auch der Bedürfnisse der Schüler will das Projekt Transparenz schaffen. Expertenrunden sollen konkrete Konzepte, beispielsweise für Fort- und Weiterbildung für Lehr- und Ausbildungspersonal, für eine gezielte Ansprache von Eltern, die Einbindung von Betrieben oder für die Entwicklung von Regelangeboten erarbeiten. „Ziel ist es, ein systematisches, geregeltes Übergangssystem zu schaffen, in dem kein Jugendlicher verloren geht und jedem eine Perspektive für seine berufliche Entwicklung gegeben wird“, skizziert Brux die Richtung.

Neu ist, dass dies in engem Schulterschluss aller kommunalen Akteure passieren soll. Die Stadt Hagen und der Ennepe-Ruhr-Kreis, die Schulaufsicht, aber auch die Arbeitsagentur und die Mitglieder des regionalen Ausbildungskonsens werden die Entwicklung eines abgestimmten und verzahnten Handlungskonzeptes unterstützen. Kreis und Stadt versprechen sich von dem Projekt einen Doppelnutzen. Es gehe einerseits um einen gezielten Beitrag zur Fachkräfteentwicklung und damit auch zur Unternehmensentwicklung in der Region. Andererseits sei die enge Zusammenarbeit von Stadt und Kreis in Zeiten knapper Kassen auch ein guter Weg, um mit weniger Geld viel zu bewegen.

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Kategorien: ENneu - Von Ennepe und Ruhr | Hinterlasse einen Kommentar

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