Stilikone der Kunsttheorie im Stadtmuseum


Hattingen/Ruhr. Ist Kürze ohne Länge überhaupt denkbar? Ist der Anfang nur vom Ende her erreichbar? Um diese und viele andere Fragen geht es bei einem Vortrages im Stadtmuseum Hattingen. Am Dienstag, 5. Mai 2011 um 19.30 wird Professor Bazon Brock, der sich seit vielen Jahren einen Namen als ausgewiesener Kunstkenner gemacht hat, sprechen. Der Eintritt zur Veranstaltung am Marktplatz 1-3 „Aphorismen: Schmerz- und Lustschreie des Geistes“ beträgt 6 Euro.

Sein Vortrag wird sich insbesondere mit den „Begriffsstenogrammen“ in der öffentlichen Kommunikation beschäf­tigen. (Nicht nur) Künstler sollten über­legen, welchen Einfluss heute die Titel­redakteure auf die Bildung solcher „Kommunikationslogos“ haben. Im Be­reich der Naturwissenschaften stellt sich die Frage, inwiefern man eine Lösung für ein Problem ohne den Weg zur Lösung akzeptieren kann? Und ist die Literatur möglicherweise in ihrer Spannung zwischen Lyrismen/Aphorismen und Gedichten einerseits und Romanen andererseits als Konditionierung des Lesers auf lang anhaltende Vorfreude, wie für Kinder an Weihnachten, gedacht? Weiterhin stellen sich solche Fragen: Kurz­weilig ist zwar unterhaltend, aber wenig systematisch begründet – stimmt das? Was haben die heutigen missbräuchlichen Sentenzen des Laotse angerichtet – etwa in der pathetischen alltagssprachlichen Behauptung „Der Weg ist das Ziel“?

Bazon Brock ist emeritierter Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal. Weitere Professuren an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (1965-76) und der Universität für Angewandte Kunst Wien (1977-80). Von 1968 bis 1992 hat er die documenta-Besucherschulen ins Leben gerufen. Er beteiligte sich an Gemeinschaftsaktionen unter anderem mit Beuys, Hundertwasser und Vostell. Nach seiner Emeritierung 2001 liegt einer seiner Arbeitsschwerpunkte in der Neuronalen Ästhetik. Gegenwärtig wirkt er, gemeinsam mit Peter Sloterdijk, als Initiator der Ausbildung von „Profi-Bürgern“ an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Advertisements
Kategorien: Aphorismen - kurz & gut, Aus der Stadtverwaltung, Veranstaltungen | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: