Netzwerk macht Jagd auf gefährliche Bakterien


(pen) Die einheitliche Erfassung von Fällen, Standards für die Behandlung von MRSA-Patienten, die Schulung des Personals, eine Vernetzung verschiedener Versorgungsbereiche und damit letztendlich eine sinkende Zahl von Neuinfektionen – das sind einige der Ziele, die der Fachbereich Soziales und Gesundheit des Ennepe-Ruhr-Kreises mit einem neuen Netzwerk verbindet.

„MRSA ist längst nicht mehr nur für Krankenhäuser relevant. Immer dann, wenn nicht über die Infektion informiert wird und notwendige Hygienemaßnahmen ausbleiben, können auch andere Personen nach der Entlassung mit dem Bakterium in Kontakt kommen. Dies gilt beispielsweise für Mitarbeiter, die im Krankentransport oder in der ambulanten Betreuung eingesetzt werden“, machten die Netzwerkkoordinatorinnen Dr. Sabine Klinke-Rehbein und Andrea Heeren bei der Auftaktveranstaltung im Wittener Lukaszentrum deutlich.

150 Interessierte aus Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Arztpraxen sowie der ambulanten Versorgung waren ihrer Einladung gefolgt. In Vorträgen ließen sie sich über Infektionsprävention, die Problemlage aus Sicht der Krankenhäuser und die Bedeutung von MRSA für niedergelassene Ärzte und Pflegedienste informieren. Was ein gut funktionierendes regionales Netzwerk leisten kann, wurde am Beispiel der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Region Münsterland/Twente-Enschede vorgestellt und die Kreisverwaltung präsentierte die Ergebnisse einer Fragenbogenaktion. Darin waren die Einrichtungen gebeten worden, zu den aus ihrer Sicht größten und vorrangig zu bearbeitenden Problemen mit multiresistenten Erregern Stellung zu nehmen.

„In allen Beiträgen wurde deutlich: Wirkungsvolle Strategien gegen die Keime können nur greifen, wenn alle am Versorgungssystem Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Gelingt uns das, könnte am Ende möglicherweise jede dritte Infektion vermieden werden“, zogen Klinke-Rehbein und Heeren eine Bilanz der Auftaktveranstaltung. Ihr sollen jetzt zunächst Arbeitsgruppen folgen, die die Probleme im jeweiligen Versorgungsbereich analysieren. Diese werden anschließend zusammengetragen und gemeinsam ausgewertet. „Dieser Austausch von Wissen und Know-how soll den Schutz der Bevölkerung mittelfristig deutlich verbessern“, so die Netzwerkkoordinatorinnen.

Die Referentenbeiträge sind als PDF-Dokument auf der Internetseite des Ennepe-Ruhr-Kreises unter http://www.en-kreis.de zu finden. Rückfragen zum Netzwerk beantworten Sabine Klinke-Rehbein (02302/922251) und Andrea Heeren (02302/922223).

Advertisements
Kategorien: ENneu - Von Ennepe und Ruhr, Gesundheit & Mobilität | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: