Neues Altstadtlicht bringt Anwohner und Wirte auf die Barrikaden: Sind neue Lampen Stimmungskiller?


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(LRF) Ist dieses Beleuchtung noch Kunst? Die ersten Anwohner und Wirte am Untermarkt sind sauer und sagen „Nein“, denn: Die neuen Altstadtlampen sind ihnen zu hell, leuchten in Wohnungen und Kneipen und entpuppen sich nur wenige Tage nach ihrer Installation schon als Stimmungskiller.

Dabei war der Austausch der matten weißen Kugellampen gegen Schinkelleuchten gut gemeint – und teuer geplant: 12.000 Euro kostete der vom Kulturausschuss abgesegnete Masterplan Licht des Berliner Planungsbüro LichtVision, der den Lampen- Tausch in der Altstadt vorsieht, weitere 25.000 Euro die Leuchten samt Mast für Untermarkt und Krämersdorf*.

Das aktuelle Problem auf dem Untermarkt (Fotos: Klaus Hesper/Hattingen): die historischen Aufsatzleuchte Marke Selux Corona SX 510 (leuchten auch vor dem Brandenburger Tor in Berlin) sind optisch zwar schön, doch sie leuchten nach Meinung erster Kritiker noch viel zu hell. Walter Ollenik, bei der Stadtverwaltung auch für die Bereiche Stadtkultur und Denkmalpflege zuständig: „Grundsätzlich ist gegen einen helleren Platz ja nichts einzuwenden. Und bei der Gastronomie werden wir kurzfristig einen Spiegel in die Leuchte einsetzen, der das Licht anders verteilt. Sollte das nicht reichen, werden wir noch einmal zusammen weitere Maßnahmen besprechen.“

Für den Krämersdorf- Platz hat Ollenik mittelfristig geplant, die dort heute noch mittig stehenden Bäume fällen zu lassen. „Wir werden die Schinkelleuchten am Krämersdorf außen um den Platz herum stellen. Dann können wir ebenso wie auf dem Untermarkt zwischen den Lampen einzelne, kleinere Bäume pflanzen“, so Ollenik gegenüber HATTINGEN EINS. Diese Maßnahme sichere auch eine bessere Nutzung des Platzes zum Beispiel beim Altstadtfest.

* Zu den Gesamtkosten des „Masterplan Licht“ von 200.000 Euro erhielt die Stadt einen Landeszuschuss von 140.000 Euro, hinzu kamen 20.000 Euro seitens der Kulturhauptstadt RUHR.2010 und 40.000 Euro allgemeinen Sponsorengeldern RUHR.2010.

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Kategorien: Kommunalpolitik, Stadtmarketing | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Neues Altstadtlicht bringt Anwohner und Wirte auf die Barrikaden: Sind neue Lampen Stimmungskiller?

  1. mueslisan

    Ich wohne auch in der Innenstadt am Obermarkt zwischen Untermarkt und Krämersdorf und selbst da im Wohnzimmer kann ich die Beleuchtung sehen. Die Lampen sehen zwar schön aus, aber für den Altstadt-„Flair“ viel zu hell. Da ich als Elektriker arbeite weiss ich das die Halogen-Leuchtmittel nicht so gut für die Altstadt geeignet sind. Schöner wäre ein Helles aber auch Warmes Licht. Totale Fehlplanung!

  2. wolfgang1951

    So ist die Welt: da wird jahrelang über die unsichere Altstadt – weil zu duster – gemeckert. Endlich wird etwas getan, aber nun ist es den Menschen zu hell. Fazit: Man kann es nicht allen Menschen recht machen!

  3. gucksdu

    Hat aber auch alles was Positives,
    die Gewerbetreibenden könnten Ihre Schaufensterbeleuchtung ausschalten oder reduzieren und somit noch mehr Energie einsparen.

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